21.12.2025, 13:41
Part II: Montag morgens im Hause Hansens:
Der Montagmorgen bei den Hansens beginnt nicht mit einem sanften Vogelgezwitscher, sondern mit dem unerbittlichen digitalen Hämmern von „Raining Blood“. Um Punkt 05:00 Uhr schießt Lukas’ Hand unter der Bettdecke hervor und tastet panisch nach dem Smartphone auf dem Nachttisch. Ein kurzer Blick zur Seite: Sarah hat sich tiefer in ihr Kissen vergraben. Sie hat die Gabe, das musikalische Massaker des Weckers zu ignorieren, solange er es innerhalb von fünf Sekunden zum Schweigen bringt.
Lukas schält sich aus dem Bett. Sein Rücken knackt – ein Andenken an das letzte Konzert am Samstag, bei dem er drei Stunden lang die schwere Gibson getragen hat. In der Küche herrscht die heilige Stille vor dem Sturm. Während die Kaffeemaschine gurgelt, starrt Lukas aus dem Fenster in die graue Morgendämmerung. Das ist seine einzige „Me-Time“ des Tages. Er nutzt die zehn Minuten, um im Kopf die Setlist für die nächste Probe durchzugehen und kurz zu vergessen, dass er gleich Excel-Tabellen statt Power-Chords bändigen muss.
Um 06:30 Uhr endet die Idylle abrupt. Der „Generalangriff“, wie Lukas es nennt, beginnt.
Zuerst wird Mia wach. Sie tappst im glitzernden Nachthemd in die Küche, den Plüschdrachen „Grim“ fest im Arm. „Papa, Hunger!“, ist ihr einziger Kommentar. Lukas schmiert das erste Butterbrot des Tages, während Sarah nun auch auf der Bildfläche erscheint, bereits in ihren Outfits für die Praxis. „Hast du die Sporttasche für Leon fertig?“, fragt sie im Vorbeigehen, während sie Sophie zum dritten Mal aus dem Zimmer ruft.
Gegen 07:15 Uhr erreicht der Lärmpegel die Dezibelstärke eines Clubkonzerts. Leon ist mittlerweile hellwach und nutzt zwei Kochlöffel, um auf der Frühstückscerealien-Packung einen schnellen 4/4-Takt zu trommeln. Sophie erscheint endlich am Tisch, die Kopfhörer fest auf den Ohren, und würdigt die Anwesenheit ihrer Familie keines Blickes. „Sophie, nimm die Dinger ab, wir essen“, brummt Lukas. Ein genervtes Augenrollen ist die einzige Antwort, aber die Kopfhörer wandern um den Hals.
„Wo ist mein linker Schuh?“, brüllt Leon plötzlich durch den Flur. „Hast du den Müll rausgebracht?“, fragt Sarah, während sie Mia die Haare flicht. Lukas steht mittendrin, nippt an seinem mittlerweile lauwarmen Kaffee und versucht, die Ruhe zu bewahren. Er findet den Schuh (unter dem Sofa), den Müll (den er beim Rausgehen mitnimmt) und sogar Sophies Mathebuch, das sie „ganz sicher nie besessen hat“.
08:15 Uhr: Der große Aufbruch. Mia wird in den Kindergarten gebracht, Leon stürmt mit dem Ranzen zum Schulbus, und Sophie verschwindet mit einem knappen „Tschüss“ in Richtung Gymnasium.
Um 09:00 Uhr stehen Lukas und Sarah schließlich vor der Haustür. Die Stille kehrt so plötzlich zurück, dass es fast in den Ohren wehtut. Sarah gibt ihm einen schnellen Kuss. „Vergiss nicht, heute ist Probe. Sei nicht zu spät zum Abendessen zurück, okay?“ Lukas nickt, wirft seine Tasche auf den Beifahrersitz und startet den Wagen. Als der Motor anspringt, schiebt er automatisch die CD in den Schlitz. Bevor er auf das Firmengelände rollt, braucht er noch mindestens ein Lied lang volle Dröhnung, um den Montags-Blues zu vertreiben.
Ende Part II
Der Montagmorgen bei den Hansens beginnt nicht mit einem sanften Vogelgezwitscher, sondern mit dem unerbittlichen digitalen Hämmern von „Raining Blood“. Um Punkt 05:00 Uhr schießt Lukas’ Hand unter der Bettdecke hervor und tastet panisch nach dem Smartphone auf dem Nachttisch. Ein kurzer Blick zur Seite: Sarah hat sich tiefer in ihr Kissen vergraben. Sie hat die Gabe, das musikalische Massaker des Weckers zu ignorieren, solange er es innerhalb von fünf Sekunden zum Schweigen bringt.
Lukas schält sich aus dem Bett. Sein Rücken knackt – ein Andenken an das letzte Konzert am Samstag, bei dem er drei Stunden lang die schwere Gibson getragen hat. In der Küche herrscht die heilige Stille vor dem Sturm. Während die Kaffeemaschine gurgelt, starrt Lukas aus dem Fenster in die graue Morgendämmerung. Das ist seine einzige „Me-Time“ des Tages. Er nutzt die zehn Minuten, um im Kopf die Setlist für die nächste Probe durchzugehen und kurz zu vergessen, dass er gleich Excel-Tabellen statt Power-Chords bändigen muss.
Um 06:30 Uhr endet die Idylle abrupt. Der „Generalangriff“, wie Lukas es nennt, beginnt.
Zuerst wird Mia wach. Sie tappst im glitzernden Nachthemd in die Küche, den Plüschdrachen „Grim“ fest im Arm. „Papa, Hunger!“, ist ihr einziger Kommentar. Lukas schmiert das erste Butterbrot des Tages, während Sarah nun auch auf der Bildfläche erscheint, bereits in ihren Outfits für die Praxis. „Hast du die Sporttasche für Leon fertig?“, fragt sie im Vorbeigehen, während sie Sophie zum dritten Mal aus dem Zimmer ruft.
Gegen 07:15 Uhr erreicht der Lärmpegel die Dezibelstärke eines Clubkonzerts. Leon ist mittlerweile hellwach und nutzt zwei Kochlöffel, um auf der Frühstückscerealien-Packung einen schnellen 4/4-Takt zu trommeln. Sophie erscheint endlich am Tisch, die Kopfhörer fest auf den Ohren, und würdigt die Anwesenheit ihrer Familie keines Blickes. „Sophie, nimm die Dinger ab, wir essen“, brummt Lukas. Ein genervtes Augenrollen ist die einzige Antwort, aber die Kopfhörer wandern um den Hals.
„Wo ist mein linker Schuh?“, brüllt Leon plötzlich durch den Flur. „Hast du den Müll rausgebracht?“, fragt Sarah, während sie Mia die Haare flicht. Lukas steht mittendrin, nippt an seinem mittlerweile lauwarmen Kaffee und versucht, die Ruhe zu bewahren. Er findet den Schuh (unter dem Sofa), den Müll (den er beim Rausgehen mitnimmt) und sogar Sophies Mathebuch, das sie „ganz sicher nie besessen hat“.
08:15 Uhr: Der große Aufbruch. Mia wird in den Kindergarten gebracht, Leon stürmt mit dem Ranzen zum Schulbus, und Sophie verschwindet mit einem knappen „Tschüss“ in Richtung Gymnasium.
Um 09:00 Uhr stehen Lukas und Sarah schließlich vor der Haustür. Die Stille kehrt so plötzlich zurück, dass es fast in den Ohren wehtut. Sarah gibt ihm einen schnellen Kuss. „Vergiss nicht, heute ist Probe. Sei nicht zu spät zum Abendessen zurück, okay?“ Lukas nickt, wirft seine Tasche auf den Beifahrersitz und startet den Wagen. Als der Motor anspringt, schiebt er automatisch die CD in den Schlitz. Bevor er auf das Firmengelände rollt, braucht er noch mindestens ein Lied lang volle Dröhnung, um den Montags-Blues zu vertreiben.
Ende Part II
Offizieller Zweit-Account vom Admin "Alex".
Warum dieses? Damit ich mich nicht überall als Admin reinhängen muss, sondern auch mal als ganz normales Mitglied unter euch sein kann
Warum dieses? Damit ich mich nicht überall als Admin reinhängen muss, sondern auch mal als ganz normales Mitglied unter euch sein kann

